Weine des Douro

Douro und Banyuls sind zwei Anbaugebiete in Portugal und Frankreich, die eine große Gemeinsamkeit haben. In denselben Rebanlagen werden Trauben für große Rot- und Weißweine und für die gespriteten Süßweine angebaut. Banyuls und Portwein sind in der Herstellung wie auch in der Aromenvielfalt eng miteinander verwandt. Hier wollen wir uns aber nur den trocken ausgebauten Weinen des Douro widmen.

Der Anbaubereich Douro umfasst keineswegs das gesamte Flusstal, lediglich die obere Hälfte des zu Portugal gehörenden Flussabschnittes und seiner Nebentäler haben Anrecht auf die D.O.C. Douro. Portugal hat eine Vielzahl heimischer Rebsorten, von denen traditionell etwa 100 am Douro angebaut werden, aber nur wenige davon gehören zu den Empfohlenen, die mindestens 60% der Assemblage ausmachen müssen. Die empfohlenen roten Rebsorten sind: Tinta Roriz (im Alentejo Aragonez, in Spanien Tempranillo genannt), Bastardo, Marufo, Tinta Barroca, Tinta Francisca, Tinto Cão, Touriga Francesca, Touriga Nacional und Trincadeira Preta.

Die Douro-Rotweine sind meist sehr farbintensiv, vielschichtig, mit opulenter Frucht, in der die schwarze Kirsche oft überwiegt und kräftigen Tanninen. Einfache Weine werden meist ohne Holz ausgebaut und sind als charmant-fruchtige Weine für den frühen Genuss bestimmt. Die tiefgründigen Weine reifen meist im Barrique. Viele von ihnen, die Weltklasse-Niveau erreichen bedürfen einer Lagerzeit von 10 Jahren und mehr, bevor sie sich öffnen, andere werden modern ausgebaut und sind bereits nach einer kurzen Lagerzeit trinkreif.

Aber es werden nicht nur Rotweine am Douro erzeugt, traditionell wurden auch gute Weißweine angebaut, die heute eine große Renaissance erleben. Besonders die höher gelegenen Terrassen sind für Weißweine gut geeignet, da das kühlere Klima, besonders zur Erntezeit die Produktion eleganter, feiner Weine erlaubt.
Die zugelassenen weißen Rebsorten sind: Donzelinho, Esgana Cão, Folgasão Gouveio (oder Verdelho), Malvasia Fina, Rabigato und Viosinho.